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    Genuss Kultur

    Traditionelle Gerichte: Die Vinschger Schneemilch

    10. September 2020

    Unsere Heimat, der Vinschgau, hat viele interessante Schätze zu bieten. Die einzigartige, von Höhenmeter zu Höhenmeter unterschiedliche Naturlandschaft, die unser Aktiv und Wellnesshotel **** Traube Post umgibt. Jahrtausende an historischen Kulturstätten und -objekten, über die man oft nahezu bei jedem Schritt stolpert. Und nicht zu vergessen eine unverwechselbare Kulinarik, die weit über die Tal-, wenn nicht sogar Landesgrenzen hinaus berühmt ist. Das bekannte Vinschger Paarl (Roggenbrot) zum Beispiel, das Palabiirngreascht (Birnenschmarren), die Obervinschger Brotsuppe, Erdäpfelnudel (Kartoffelnudeln), oder das Muas (Weizenmehlmus); aus der ehemaligen Armeleuteküche des wirtschaftlich zeitweise stark benachteiligten Vinschgaus wurde über die Jahre ein Fest an köstlichen Gourmet-Kreationen, die, in zwar leicht angepasster und veränderter Form, ein großes Comeback feierten und immer noch feiern. Die einen lockt die Nostalgie, die anderen der auch ohne Kontext überzeugende Geschmack.

    Aus der Not mach eine Tugend  

    Zwar wie die Brotsuppe und andere Gerichte aus dem Zwang geboren, mit dem wenigen Vorrätigen auf dem Hof ein schmackhaftes Essen zu zaubern, war die Schneemilch, um die es heute gehen soll, doch immer eine Art Festessen. Um genau zu sein, eine Vinschger Festtags-Nachspeise, die das Ende eines, den Umständen entsprechend mehr oder weniger umfangreichen, Essens zu hohen Feiertagen darstellte. Die ganze Familie saß zusammen am Tisch und löffelte aus einer riesigen Schüssel die Schneemilch, ähnlich wie es auf dem Feld vor der Arbeit mit dem Muas geschah. Eigentlicher Geburtsort der Schneemilch war wahrscheinlich das Schnalstal (ein Nebental des Vinschgaus), doch bald schon verbreitete sich die einfache, jedoch unvergleichlich schmackhafte Nachspeise im ganzen Südtiroler Westen.

    Durch die unterschiedlichen vorrätigen Zutaten und Vorlieben der Familie sah auf jedem Hof die Schneemilch anders aus und schmeckte bisweilen auch recht unterschiedlich. Die grundsätzliche Zubereitung blieb aber dieselbe und wurde bis heute überliefert. Denn die Schneemilch ist nach wie vor ein gern gesehener Gast auf Vinschger Tellern, ob beim Familienessen nach dem Geheimrezept der Urgroßmutter oder, den Ansprüchen eines Viersterne-Hotels entsprechend aufgepeppt, in unserem Aktiv und Wellnesshotel **** Traube Post.

    Rezept: Vinschger Schneemilch

    Man kann über die Schneemilch erzählen wie viel man will, um die Erfahrung sie zu kosten kommt man nicht herum, wenn man diese beliebte Vinschger Nachspeise kennenlernen möchte. Deshalb präsentieren wir Ihnen hier ein Schneemilchrezept, das Sie begeistern wird. Einige „moderne“ Zutaten kommen vor, die eine Bäuerin um die Jahrhundertwende vielleicht nicht so verwendet hätte, doch unterstreichen sie nur den vollmundigen Geschmack, den das Original verspricht.

    Apropos: Mancherorts ist es üblich, die Sahne mit Gelatine anzudicken und damit relativ fest werden zu lassen, ähnlich der Creme in einer Torte. Das ist jedoch nicht wirklich Tradition und bei manchen Schneemilchfans sogar ein unaussprechliches No-Go, weshalb wir diese natürlich nicht verwenden.

    Zutaten

    –          150 g altes Weißbrot (ohne Rinde)

    –          ½ Vanilleschote

    –          200 ml Milch

    –          20 g Rosinen

    –          4 El Grappa (oder Rum)

    –          1 süßer Apfel

    –          2 El Pinienkerne

    –          2 TL abgeriebene Zitronenschale

    –          3 El Zucker

    –          Semmelbrösel (bei Bedarf)

    –          150 g Sahne

    –          2 TL Zimtpulver bzw. 1 TL Zimt und 1 EL grobe Schokoladeraspeln

    Zubereitung

    Das Weißbrot in Stücke schneiden und in eine flache Schüssel geben. Die Milch mit der ausgeschabten Vanilleschote und dem Vanillemark in einem Topf bis kurz vor dem Siedepunkt erhitzen und 1–2min. köcheln lassen. Die Vanilleschote entfernen und die Milch langsam über das Brot träufeln (nicht umrühren). Das Milch-Brotgemisch 45min. zugedeckt quellen lassen. Inzwischen die Rosinen in Grappa oder Rum einweichen, den Apfel fein würfeln und die Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett anrösten, bis sie duften.

    Das nun gequollene Brot mit den Rosinen, Grappa, den Apfelwürfeln, den Pinienkernen, der Zitronenschale und 2EL Zucker vorsichtig vermengen. Die Masse sollte feucht, aber nicht nass sein; nach Bedarf Semmelbrösel untermischen, um die Konsistenz zu verändern. Die Brotmasse nun auf die Platte geben, auf der sie später serviert werden soll, und in eine längliche, flache Form bringen. 1 TL Zimt gleichmäßig darüber verteilen, mit Klarsichtfolie abdecken und 2–3h in den Kühlschrank stellen.

    Vor dem Servieren die Sahne (den „Schnee“) mit dem restlichen Zucker nicht zu steif schlagen und die Brotmasse damit überziehen. Nun entweder den übrigen TL Zimt oder die Schokoraspeln darüberstreuen, in rechteckige Stücke schneiden und sofort servieren. Falls gewünscht, mit Minzblatt oder Himbeeren garnieren.

    Das Aktiv und Wellnesshotel **** Traube Post in Graun im Vinschgau wünscht viel Spaß beim Nachkochen!

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